Geld & Gehalt

Wenn nichts mehr geht – Die richtige Versicherung

Bild: Eva Wagner

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Vor allem jüngere Frauen müssen mit hohen Einbußen rechnen, wenn sie ihren Job aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben können. Viele Arbeitnehmerinnen und Unternehmerinnen versichern zwar ihren Hausrat, machen sich aber wenig Gedanken um ihre Arbeitskraft. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor hohen Einkommensverlusten.

Nur jede fünfte Frau sorgt vor

Das „Vorschaltgesetz zur Rentenreform“ hat seit 2001 Gültigkeit und beinhaltet, dass Arbeitnehmer erst eine Erwerbsminderungsrente bekommen, wenn sie noch mindestens drei Stunden täglich arbeiten können. Frauen, die vorher 3.000 Euro verdient haben, müssten dann mit rund 500 Euro auskommen – das ist zu wenig zum Leben. Ein rechtzeitiger Schutz gegen Berufsunfähigkeit sichert den Lebensstandard ab, falls es zu einem langfristigen Arbeitsausfall kommt. In Deutschland sorgt nur jede fünfte Frau vor und versichert ihre Arbeitskraft – ein Thema, das neben der Karriereplanung oft zu kurz kommt. Die Absicherung von Schmuck und Brille liegen dagegen weit vorne. Als Faustregel gilt: Je früher Frauen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, desto geringer sind die Beiträge. Es spielt keine Rolle, ob Versicherungsnehmerinnen sich im Angestelltenverhältnis befinden oder eine eigene Firma besitzen.

Fallstricke erkennen und Leistungsumfang genau studieren

Frauen, die aufgrund von Krankheit oder Unfall ihren Job verlieren, erhalten bei Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeits-Police ein Einkommen in ähnlicher Höhe wie bisher. Doch die Unterschiede bei der Tarifgestaltung sind groß. Frauen sollten den Leistungsumfang genau studieren, sonst kann es passieren, dass sie im Falle einer schweren Erkrankung vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden oder eine minderwertige Tätigkeit verrichten müssen. Schuld sind die Versicherungsklauseln, die einige Fallstricke enthalten können. Ein Versicherungs-Check und Expertenrat schützen vor Nachteilen im Versicherungsfall. Es gibt eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherungen und Verträge mit Zusatzversicherungen, beispielsweise in Kombination mit einer Risikolebensversicherung oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Risikozuschlag bei chronischen Erkrankungen

Immer noch verzichten viele Frauen auf den Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung in jüngeren Jahren, obwohl sie von Anfang an wichtig ist. Das Gesundheitsrisiko wächst zwar erst mit zunehmendem Alter stark an; es geht jedoch auch um die Beitragshöhe. Frauen, die erst mit 50 Jahren eine Police abschließen, müssen mehr Beiträge zahlen als 25-Jährige. Doch nicht immer ist ein Abschluss möglich. Viele Assekuranzen versichern Berufsgruppen mit hohem Risiko gar nicht oder nur eingeschränkt, zum Beispiel Musikerinnen oder Handwerkerinnen.

Frauen, die unter chronischen Erkrankungen leiden oder schwere Allergien haben, müssen in der Regel einen Risikozuschlag zahlen. Einige Versicherer verlangen vorab den Ausschluss von Vorerkrankungen. Zahlreiche Frauen verzichten aufgrund der oft undurchsichtigen Klauseln auf den Versicherungsschutz. Doch inzwischen bieten immer mehr Assekuranzen Verträge mit besonders fairen Konditionen an. Ein Versicherungsvergleich lohnt sich in jedem Fall, denn die Tarifunterschiede können bis zu 300 Prozent ausmachen.

Linktipps:

Mein Thema: Netzwerken in digitalen Zeiten für Unternehmer und Unternehmen. Dazu halte ich Vorträge + berate Unternehmer und Unternehmen. Mehr bei www.uteblindert.de, Bilanz.de, im Buch: „Per Netzwerk zum Job“ (Campus 2015) / Kölsch Hätz / #DMW-Aficionada / Rollwenden-Bezwingerin.

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