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Mittagspause am Mittwoch: Susanne Behrens von Philips Lighting

Susanne Behrens von Philips Lighting

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Eigentlich wollte sie viel lieber ins Marketing im Bereich TV. Als Susanne Behrens aber mit dem Vertrieb von Lichttechnik bei Philips in Berührung kam, wurde ihre Begeisterung schnell geweckt. Wenig ist so innovativ wie der Bereich Smart Home, in dem ständig an neuen, digitalen Konzepten geforscht wird. Mittlerweile leitet Susanne Behrens den Bereich Consumer bei Philips Lighting. Bei Butterbrezeln und Buttermilch erzählt sie von ihrem Karriereweg und ihrem Alltag. 

In der Rubrik „Mittagspause am Mittwoch“ stellen wir regelmäßig Frauen – und auch Männer – vor, die uns inspirieren. Anlass für das Gespräch ist die Mittagspause, die frau ja sowieso nie allein verbringen sollte;-) Unser Gast leistet uns also (virtuell) Gesellschaft beim #neverlunchalone.

Was isst du heute Mittag?

Butterbrezel und Buttermilch gibt´s bei Susanne Behrens. Bild: privat

Butterbrezel und Buttermilch gibt´s bei Susanne Behrens. Bild: privat

Eine Butterbrezel und Buttermilch. Nachdem ich für Philips fast 4 Jahre in Amsterdam gearbeitet habe, um den Philips Onlineshop und später das internationale Onlinegeschäft aufzubauen, freuen sich mein Mann und ich, keine Fernbeziehung mehr zu führen und abends gemeinsam zu essen – daher mittags nur was Kleines.

Vegetarisch oder Fleisch?

Ich war 17 Jahre Vegetarierin – nicht so sehr aus Überzeugung, mehr aus Geschmacksgründen. Vor 4 Jahren hatte ich dann so dolle Lust auf eine Currywurst… Naja, und seitdem esse ich gerne mal wieder ein schönes Stück Fleisch ;-)

Latte oder Grüner Tee?

Ganz klar Latte: Ich brauche morgens meinen Kaffee zum Wachwerden.

Cocktail oder Bier?

Weder noch. Am liebsten Wein. Mein Mann und ich beschäftigen uns hobbymäßig mit Wein und lieben deutsche Rieslinge.

Ausgehen oder Kochen?

Ich finde es gibt nichts Geselligeres, als mit einem schönen Glas Wein gemütlich zu kochen und neue Rezepte auszuprobieren. Meine Stärke liegt allerdings im Mise en Place, Abschmecken kann ich leider nicht so gut.

Was machst du eigentlich? Beschreibe deinen Beruf in drei Sätzen.

Ich leite den Consumer Bereich bei Philips Lighting. Die Aufgabe ist vor allem spannend, weil wir den Wandel von konventioneller Lampentechnik hin zu LED treiben und ich zeitgleich mit der smarten Beleuchtung Hue fast schon ein Startup-Unternehmen führe.

Das Thema Smart Home boomt und wir bieten mit Philips Hue einen einfachen Einstieg, sich morgens entspannt mit Licht wecken zu lassen, Licht im Urlaub zu steuern um Anwesenheit zu simulieren und auf Zuruf über Alexa oder Google sein Licht einfach abends auszuschalten.

Da ist so viel Dynamik im Markt und meine Aufgabe besteht darin, die Organisation bestmöglich aufzustellen, die richtigen Vertriebswege zu bespielen und unsere Konsumenten bestmöglich zu informieren und zu begeistern.

Erzähl bitte mehr von dir. Wie bist du dahin gekommen? Welche Entscheidungen hast du warum getroffen?

Das frag ich mich selbst manchmal ;-) Es gab keinen klaren Plan, mal im Management von Philips zu sitzen, wobei ich durchaus ein Bild von mir als „Business Lady“ bereits im VWL-Studium im Kopf hatte. Was meinen nächsten Karriereschritt betrifft, hatte ich allerdings immer sehr klare Vorstellungen.

Ich wollte zum Beispiel unbedingt zu einem Unternehmen wie Philips, welches mehrere Geschäftsbereiche unter einem Dach vereint, um die Möglichkeit zu haben, unterschiedliche Geschäftsfelder wie TV, Consumer Lifestyle und Licht ausprobieren zu können. Als ich im Trainee-Programm dann bei Philips Lighting angefangen hatte, war ich zunächst ein wenig enttäuscht, als ich dem Lichtbereich und dem Vertrieb zugeteilt wurde. Von der Marketing Uni Münster kommend, hatte ich mich als erste Station zuerst bei TV und im Marketing gesehen. Allerdings habe ich schnell Lust am Vertrieb bekommen, fand den Wandel bei Licht unglaublich spannend von einem Traditionsgeschäft hin zu neuen Technologien. Nur um ganz sicher zu gehen, war ich dann in meiner 2. Station des Traineeprogrammes tatsächlich noch bei Philips TV und im Marketing eingesetzt und war dann ganz sicher, ich will in den Vertrieb.

Als erste Frau im Key Account Management bei Licht musste ich mich sowohl intern wie auch beim Kunden doppelt beweisen, empfand aber genau das als tolle Herausforderung. Das Schöne am Vertrieb ist: Man bekommt sofort und direkt Feedback. Als Senior KAM (Key Account Manager) hatte ich dann die Gelegenheit, mein eigenes kleines Team zu führen, was mir ebenfalls viel Spaß bereitete.

Als nächsten Schritt gab es den klaren Plan ins Ausland zu gehen und durch Zufall hat sich die Gelegenheit ergeben, den Bereich zu wechseln und bei Consumer Lifestyle in Amsterdam den Philips eigenen Online Shop für Europa aufzubauen – was richtig tolle Zeit war. Das Thema E-Commerce und Online fand ich schon immer interessant und habe das in meiner nächsten Funktion in DACH (Deutschland/Österreich/Schweiz) durch den Aufbau eines eigenen Online-Channels erfolgreich weitergeführt. Als dieser dann so groß wurde, war mein nächster Schritt, den gesamten Consumer Kanal zu übernehmen, klar vorgezeichnet.

Hinterher hört sich das alles super stringent und geplant an, aber de fakto haben sich viele Schritte einfach kurzfristig und durch viel Glück, Zufall und Netzwerk ergeben.

Was bedeutet Karriere für dich?

Für mich stehen vor allem das Team und die Herausforderung eines Jobs im Mittelpunkt, vor allem aber muss es Spaß machen. Immer wenn ich gemerkt habe, dass mich eine Funktion nicht mehr ausfüllt oder – noch schlimmer – sogar langweilt, habe ich den nächsten Schritt gemacht. Dabei muss es nicht immer die Karriereleiter hinaufgehen, ich finde Sidesteps auch sehr bereichernd, und sie führen manchmal viel eher zum nächsten Karrierelevel, als wenn man auf Krampf immer einen Schritt höher kommen will.

Vereinbarkeit: War oder ist das ein Thema für dich?

Ich habe noch keine Kinder, daher ist das Thema für mich sicherlich nicht so im Vordergrund wie bei Frauen mit Kindern. Allerdings sind mir mein Partner, meine Freunde und meine Familie sehr wichtig, genauso wie 3 mal pro Woche zum Sport oder zum Joggen zu gehen. Ich bin froh, dass mein Mann mich sehr unterstützt aber es gibt zwischen uns klare Regeln – am Wochenende wird nicht gearbeitet und wir Essen gemeinsam vor 20 Uhr.

Noch ein paar Tipps für unsere Leserinnen:

  • Lieblingsblog: Hue labs – hier hören wir uns Kundenfeedback an….
  • Buch, das dich in letzter Zeit beeindruckt hat oder das du gern lesen möchtest: Origin von Dan Brown*, weil es die Grundfesten unserer Kultur /Religionen erschüttert aber dann doch dahin zurückführt.
  • Mit welcher Person, lebend oder bereits gestorben, würdest du gern einmal Essen gehen? Mit Ina Müller würde ich gern mal ein Bier trinken – ich liebe ihre Show und ich finde sie so herzlich erfrischend.

*Amazon-Link. Kauf lieber bei deiner örtlichen Buchhändlerin. Wenn es nicht anders geht, kannst du über diesen Link bestellen. Wir werden nicht reich damit, können aber ein paar Kosten decken.

Noch mehr Mittagessen? Kannst du haben:

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