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Produktivität & Fokus: Wie du smarter als dein Handy wirst

Produktivität & Fokus trotz Smartphone. Bild: Lucas1989/photocase.de

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Es leuchtet, es blinkt, es vibriert, und es macht Krach. Auf einmal wurde ein mobiles Telefon zu einem Multifunktionsgerät, mit dem man alles, und sogar telefonieren kann. Eine Chance, die man nutzen sollte. Und gleichzeitig eine singende Sirene, deren Versuchung man widerstehen muss.


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Warum?

Zeit ist wertvoll. Sie ist so wertvoll, dass man es sich schlichtweg nicht leisten kann, sie zu verschwenden. Es kann eine smarte Idee sein, sein Handy sinnvoll zu nutzen. Alltägliche Angelegenheiten können beschleunigt werden, Wissen wird angesammelt und abgespeichert, Kommunikation wird grenzenlos, Abläufe werden effizient und produktiv.

Wo liegt das Problem?

Was leuchtet, das lenkt ab. Jede Ablenkung ist ein gefährlicher Schneesturm, der die Konzentration auf Eis legt. Dabei ist Konzentration das, was die Workflow-Lawine ins Rollen bringt. Jede eingehende Benachrichtigung erhebt den Anspruch darauf, die Gedanken auf sie zu richten. Jede neue Anfrage erwartet eine Antwort. Ruhe, Ausgeglichenheit und Fokus bleiben da auf der Strecke. Nicht aber, wenn man es anders angeht.

Was ist die Lösung?

Es gibt kein Erfolgsgeheimnis. Im Endeffekt entscheidet jede(r) Einzelne selbst darüber, was die beste Lösung ist. Allerdings gibt es ein paar Tipps und Tricks, wie man den Fokus wieder für sich gewinnen – und behalten! – kann.

1. Aufräumen

Eine englische Redewendung besagt: „Tidy room, tidy mind!“ Aufzuräumen, Platz und Ordnung zu schaffen, das geht auch am Smartphone.

a. Die Benachrichtigungsfunktion komplett ausstellen. So erscheinen keine neuen Emails, Nachrichten oder News auf dem Sperrbildschirm. Das Handy bleibt dunkel und leuchtet nicht mit jedem neuen Update auf. Man nimmt sich die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann man bereit ist, auf Emails zu antworten und der Kopf für die Informationsflut bereit ist.

b. Die Funktion nutzen, mehrere Seiten anzulegen und zu sortieren. Jede App, die Updates anzeigen kann und mit roten Zahlen am Rand des Icons darauf aufmerksam macht, auf die zweite Seite verschieben. Auf die erste Seite kommen nur jene Apps, die man täglich nutzt und deshalb schnell auf sie zugreifen muss.

Beispiel: Internetbrowser, Kalender, Uhr, Notizen, Sprachnotizen, Wörterbuch, Kamera und Taschenrechner. Alles andere kann auf die zweite (dritte, vierte….) Seite gelegt werden.

c. Nach Farben sortieren: das schafft Klarheit, sorgt für Überblick und hält es so simpel wie möglich. Starke Farben, wie orange, grün oder auch schwarz in Gruppen anordnen und bunt designte Apps wie die Fotogalerie oder Instagram, auf eine Ebene legen.

d. So simpel wie möglich geht auch bei Hintergrundbildern. Ein Beispiel: das einzige persönliche Foto ist ein Bild von einem hellgrauen Blatt Papier, das einen wunderbaren Hintergrund hergibt. Auch der Sperrbildschirm ist einfach gehalten. Persönliche Bilder rufen Erinnerungen hervor, sogar Landschaftsbilder triggern Emotionen und Geschichten. Wenn man das Handy auch bei der fokussierten Arbeit nutzen möchte, ist es am besten, die Gedanken nicht unnötig auf andere Dinge zu lenken.

2. Kommunizieren

a. Soziale Netzwerke sind eine großartige Möglichkeit zu kommunizieren, über Text, über Bilder, oder, oft unbewusst, über die öffentlich angezeigte Aktivität. Eine Frage, die man sich stellen kann: warum benutze ich welche Kanäle und wie häufig? Und – kann ich sie eventuell ersetzen? Nutzt man sie beispielsweise, um zu verfolgen, was in der Welt vor sich geht, kann man leicht auf die Apps von Zeitungen und Nachrichtensender umsteigen.

So sucht man sich aktiv Informationen, anstatt sich passiv berieseln lassen – mit oberflächlich und simpel gehaltenen Informationen, die mithilfe einer ansprechend formulierten Schlagzeile nie das Gesamtbild präsentieren können. Nutzt man soziale Netzwerke, um über anstehende Events informiert zu bleiben, kann es helfen, feste Zeiten mit sich zu vereinbaren und fest einzuplanen. Eine halbe Stunde am Abend ist völlig ausreichend, um alle Benachrichtigungen abzuarbeiten, die sich während des Tages angesammelt haben.
Und: das Leben der Freunde und Bekannten verfolgt man am besten, indem man sie direkt anschreibt, anruft oder trifft – das ist nicht nur persönlicher, das präsentiert auch ein Bild völlig ohne Filter.

b. SMS und Telefon. Kurznachrichten sind auch nichts Anderes als das: kurze Nachrichten, über die Informationen sekundenschnell ausgetauscht werden. Bevor man allerdings von der Antwort einer versendeten Nachricht abhängig ist, kann es sinnvoller sein, direkt anzurufen. So entstehen weder Missverständnisse noch Unmut darüber, lange auf eine Antwort warten zu müssen.

3. Privatleben

a. Schlaf – wir brauchen ihn, wir lieben ihn. Bei zu wenig Schlaf kann auch der vitaminreichste Smoothie und der stärkste Kaffee nicht mehr aushelfen. Der Flugmodus ist eine herrliche Erfindung, die auch unter den Wolken zum Einsatz kommen kann. So schläft das Handy mit.

b. Apps – jene Apps herunterladen, die wirklich Zeit sparen und nicht fressen. Dazu gehören Apps, die das Planen leichter machen, seien es die für den öffentlichen Transport, oder jene, mit denen man die Gesundheit im Blick behält. (Die Sportapp „Runkeeper“ oder der Zyklustracker „Clue“) Großartig sind auch unabhängige, aber effizientere Versionen für alltäglich genutzte Apps wie „Ecosia“ als Internetbrowser, oder „yr.no“ als Wetterapp.

Ein Smartphone ist eine wundervolle Erfindung – solange man sie aktiv nutzt und sich nicht passiv nutzen lässt. Je weniger das Auge die Pixel auf dem Handybildschirm verarbeitet, desto mehr kann man voll und ganz die farbenfrohe Welt um sich herum wahrnehmen.

Buchtipps & Links:

Ariane Vera schreibt als Kolumnistin über Entrepreneurship, bloggt über Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung, ist als Singer-Songwriter in Bars und Cafés unterwegs, läuft auch gegen die Windrichtung am Strand entlang und schwimmt sonst, bevor sie vom Winde verweht wird, täglich ihre Bahnen im Hallenbad. Sobald abends die Klappe des Laptops zufällt, treten beim Tango und Salsa ihre lateinamerikanischen Wurzeln auf die Tanzfläche. Für ihr Studium der Internationalen Beziehungen und Englischen Literatur, dank dessen sie die Bücherregale der Bibliotheken an der Universität Tübingen und des Trinity Colleges in Dublin kennen lernen durfte, bereitet sie sich derzeit auf ihre Bachelorarbeit an der University of Aberdeen vor, der sonnigsten Stadt Schottlands.

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