Karriere & Entwicklung Kolumne

Netzperlen im März (#3.2015)

Bild: Helgi/Photocase.de

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Von einem „Klima des Misstrauens“ ist die Rede, die Empörung groß. Denn zur Bekämpfung des Gender Pay Gaps schlägt Manuela Schwesig das Unerhörte vor: eine Offenlegung der Gehälter. Diese wird wahrscheinlich ebensowenig wahr werden wie die 32-Stunden Woche für Eltern, ist aber eine gute Diskusssionsgrundlage für ordentlich Zündstoff und die aufsehenerregendste Meldung aus dem Februar, findet Christine Finke, die für uns ins Netz getaucht ist.

Bild: Helgi/Photocase.de

Frauen fördern Frauen – ein weiteres, triftiges Argument für die Quote. Das war die gute Nachricht. Eine Studie aus Norwegen belegt, dass weibliche Führungskräfte die Aufstiegschancen von anderen Frauen in Unternehmen steigern, und zwar unabhängig von der Branche. Die schlechte Nachricht ist, dass Quoten aber nicht automatisch mehr Gleichberechtigung bringen. Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig Vorbilder und Mentoring sind:

www.wiwo.de/erfolg/management/studie-frau-foerdert-frau

Transparente Gehälter per Gesetz? Manuela Schwesig prescht vor. Ein großer Aufschrei hallt durch die Republik – Gehälter sind Geheimsache, finden konservative Deutsche. Wer allerdings ernsthaft den Pay Gap bekämpfen will und für gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit sorgen will, muss sich schon Gedanken darüber machen, ob wir nicht zu viel Geheimnishuberei um den Lohn betreiben. Oft ist sogar im Arbeitsvertrag festgehalten, dass das Gehalt vertraulich zu behandeln sei. Vielleicht wäre es ein Anfang, solche Geheimhaltungsklauseln in Arbeitsveträgen für nichtig zu erklären, überlegen wir?

www.spiegel.de/karriere/berufsleben/manuela-schwesig-gesetz-fuer-transpar

Es ist eigentlich ganz einfach. „Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen, nicht umgekehrt.“ In der Zeit Online macht sich ein männlicher Autor Gedanken anlässlich einer neuen Studie aus dem Hause Roland Berger. Denn die als Allheilmittel vielzitierte „Flexibilisierung“ von Arbeit verschaffe den Familien unterm Strich auch nicht mehr Zeit – das stimmt natürlich. Spannend dabei der große Bogen, den der Autor von der Erwerbstätigkeit von Frauen, dem Rückgang der Geburtenquote bis hin zu neuen Arbeitswelten spannt:
www.zeit.de/karriere/2015-02/vereinbarkeit-familie-beruf-luege

Gar nicht gut für ihren Blutdruck war die Begrüßungsrunde, die Bloggerin MeWorkingMom Andrea kürzlich auf Geschäftsreise erlebte. In solchen Situationen gelassen und eventuell sogar mit Humor zu reagieren, wäre dann wohl die Königsdisziplin für erfolgreiche Frauen. Wie wir Andrea kennen, sammelt sie schon fleißig Ideen für schlagfertige Antworten, falls ihr das nochmal passiert.

Zum Schluss noch ein Veranstaltungstipp: Vom 17. bis 26. April 2015 werden in Karlsruhe Lebens- und Arbeitswelten aus weiblicher Perspektive beleuchtet – unter anderem die Genderisierung von Arbeitsfeldern, Rollenbildern und Bezahlung. Das Festival „Frauenperspektiven“ veranstaltet die Stadt Karlsruhe schon seit 1991 auf Anregung der weiblichen Gemeinderatsmitglieder. Titel des diesjährigen Festivals ist „Über Arbeit – Über Leben“. Viele interessante Vorträge, aber auch Musik und kulturelle Events warten auf die Besucher und Besucherinnen!

www.zeit.de/karriere/2015-02/vereinbarkeit-familie-beruf-luege

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