Karrieretipps

Mythos Zickenkrieg

Wer kennt sie nicht? Die Bilder, die in uns allen hochkommen, wenn vom Zickenkrieg die Rede ist. Das raufen sich zwei Frauen in den Haaren, eine augenscheinlich eine Chefin darstellende Barbie schaut böse auf ein kleines Mädchen.

Unser Vorschlag: Räumen wir mit dem Mythos Zickenkrieg auf!

Der Mythos vom Zickenkrieg hält sich hartnäckig. Er besagt: Wo Frauen zusammenarbeiten, komme es immer wieder dazu, dass sich diese nicht verstünden, sich „anzickten“ und mit Gemeinheiten nur so um sich würfen. Und gerade weibliche Chef seien entweder selbst „zickig“ zu ihren Mitarbeiterinnen. Oder umgekehrt: Diese würden ihre Chefin nicht anerkennen, gegen diese arbeiten und behindern.

Ziemlich friedlich übrigens: Ziegen. Bild: Ute Blindert
Ziemlich friedlich übrigens: Ziegen. Bild: Ute Blindert

Nun ist es aber nicht so, dass wir im Arbeitsleben davor gefeit wären, dass Konflikte entstehen. Gerade da, wo viele Menschen zusammenarbeiten, Wissen geteilt wird, neue Ideen entwickelt werden, herrschen verschiedene Meinungen vor. Jeder kommt mit der eigenen Vorstellung ins Team und bringt seine eigene Geschichte mit. Frauen und Männer pflegen dabei einen durchaus unterschiedlichen Umgang mit – wenn man das überhaupt so pauschal sagen darf. Männer nehmen persönliche Angänge eher auch mal sportlich und stecken die Seitenhiebe scheinbar gelassen weg. Es soll sogar passieren, dass sich Männer lautstark streiten, um dann hinterher bester Laune, zusammen ein Bier trinken gehen.

Frauen fällt das durchaus schwerer. Manche nehmen Kritik und natürlich ungerechtfertigte Kritik persönlich und reagieren gekränkt und damit unsachlich. Beides sind aber nur unterschiedliche Verhaltensweisen, die nichts mit einem „Zickenkrieg“ zu tun haben.

Dieses Wort sollten wir schleunigst vergessen! Hier die Gründe:

  • Hahnenkampf oder Zickenkrieg? Männer tragen mit anderen Männern ebenso Konflikte aus wie Frauen untereinander. Und ebenso haben Männer Konflikte mit Frauen und Frauen mit Männern, Chefs mit Mitarbeitern, Mitarbeiter mit Chefinnen. Das könnte man dann „Hahnenkämpfe“ nennen und vielleicht auch „Zickenkrieg“. Muss aber nicht sein.
  • Wo gearbeitet wird, gibt es Konflikte. Das ist normal. Wichtig ist, wie wir damit umgehen. Sich ein „dickes Fell“ zuzulegen, Sticheleien auch mal mit Humor zu nehmen oder an sich abperlen zu lassen, kann man üben.
  • Hilfe zulassen! Unterstützung bei andauernden Konflikten oder bei dem Umgang mit wiederholter unsachlicher Kritik ist ganz wichtig. Ein Coach stärkt einem den Rücken und hilft beim professionellen Umgang damit.
  • Dimensionen erkennen! Es gibt einen großen Unterschied zwischen normalen Konflikten und Mobbing. Bei Mobbing oder auch Bossing (Hier mobbt der Boss!) braucht man neben einem Coach wahrscheinlich auch einen Anwalt, der einen bei arbeitsrechtlichen Fragen berät. Hier lieber frühzeitig reagieren.

Hier gibt es mehr dazu zu lesen: Wie Bosse bossen [Artikelserie von Sigrid Frank]

Mein Thema: Netzwerken in digitalen Zeiten für Unternehmer und Unternehmen. Dazu halte ich Vorträge + berate Unternehmer und Unternehmen. Mehr bei www.uteblindert.de, Bilanz.de, im Buch: „Per Netzwerk zum Job“ (Campus 2015) / Kölsch Hätz / #DMW-Aficionada / Rollwenden-Bezwingerin.

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