#neverlunchalone Köpfe

Mittagspause am Mittwoch: Carolin Neumann, Journalistin und Innovationsschürferin

Carolin Neumann Bild: Dirk Bleicker

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Mit Caro zu Mittag gegessen habe ich schon ganz oft. Nicht nur, dass wir als Vorstandskolleginnen der Digital Media Women natürlich viel miteinander zu besprechen haben, sondern auch, weil Caro eine der am schnellsten denkenden, klügsten und vor allem zupackendsten Frauen ist, die ich kenne. Witzigerweise haben wir beide mal mit demselben Chefredakteur zusammen gearbeitet – wenn auch zu ganz unterschiedlichen Zeiten;-)

In der Rubrik „Mittagspause am Mittwoch“ stellen wir regelmäßig Frauen – und auch Männer – vor, die uns inspirieren. Anlass für das Gespräch ist die Mittagspause, die frau ja sowieso nie allein verbringen sollte;-) Unser Gast leistet uns also (virtuell) Gesellschaft beim #neverlunchalone.

Caro, was isst du heute Mittag?

Asiatisch in meinem Lieblingsladen auf der Schanze in Hamburg.

Mmmhm, lecker. Asiatisches Essen mit Caro. Bild: Carolin Neumann
Mmmhm, lecker. Asiatisches Essen mit Caro. Bild: Carolin Neumann

Vegetarisch oder Fleisch?

Ein bisschen Fleisch ist drin!

Latte oder Grüner Tee?

Latte, aber – ja, wirklich – koffeinfrei

Cocktail oder Bier?

Alles eine Frage der Reihenfolge.

Ausgehen oder Kochen?

The best of both worlds: Bei uns kocht mein Freund ;-)

Was machst du eigentlich? Beschreibe deinen Beruf in drei Sätzen.

Ich beschäftige mich als freie Journalistin mit den Veränderungen und Herausforderungen der digitalen (Medien)Gesellschaft. Als Innovationsschürferin fördere ich journalistische Talente und helfe ihnen mit meiner Initiative Jouvenir, ihre unternehmerischen Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. Und mit finletter habe ich letztes Jahr mein eigenes Medienunternehmen gegründet.

Erzähl bitte mehr von dir. Wie bist du dahin gekommen? Welche Entscheidungen hast du warum getroffen?

Eigentlich war ich schon als Zwölfjährige Medienunternehmerin, wusste es nur nicht. Mein beruflicher Weg begann nämlich mit einer eigenen Familienzeitung, der „Good Morning“. Nach klassischen Praktikums- und Studienstationen bin ich am Ende meines Master-Studiums im Nerd-Ressort „Netzwelt“ bei „Spiegel Online“ gelandet.

Danach habe ich meinen Fuß einfach nie mehr aus der digitalen Tür herausgenommen. Ich habe einige Chancen bekommen – bei „Spiegel Online“, aber auch von anderen Wegbegleitern – und habe früh gelernt, sie zu ergreifen, auch wenn ich mich vielleicht noch gar nicht bereit dazu fühlte. Dazu haben mich vor allem die Digital Media Women inspiriert, das Branchennetzwerk, das ich 2010 mit sieben anderen Frauen gegründet habe. Dem Netzwerk habe ich enorm viel zu verdanken.

Zum Thema Entscheidungen: Nach drei bis vier Jahren brauche ich beruflich in der Regel eine Veränderung, habe also in der Vergangenheit immer irgendwann unter Projekte einen Strich gemacht. Das sind sehr bewusste Entscheidungen, über die ich vorher lange nachdenke. Meine letzte Entscheidung war zum Beispiel, die Leitung eines Stipendienprogramms für Journalisten niederzulegen, weil ich meine eigene Vision eines Förderprogrammes umsetzen wollte. Daraus ist das Jouvenir Ideencamp entstanden, ein Wochenend-Workshop für Journalisten, die Medienunternehmen gründen wollen. Auch wenn ich nostalgisch auf manches zurückblicke: Bisher habe ich keinen meiner Schlussstriche bereut, weil sie immer zu spannenden neuen Projekten führten!

Was bedeutet Karriere für dich?

Meine Arbeit ist mir wichtig und ich fiebere und arbeite gerne Meilensteinen entgegen. Wichtig ist mir dabei auch, dass ich Spaß habe und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Vereinbarkeit: War oder ist das ein Thema für dich?

Ist es absolut und es wird in Zukunft eher mehr als weniger ein Thema in meinem Leben sein.

Noch ein paar Tipps für unsere Leserinnen:

  • Lieblingsblog: Das Blog und der Podcast „Serial“, den ich mit etwas Verspätung kürzlich „gebinged“ habe. Eine großartige Storytellerin recherchiert wahre Verbrechen. Ich finde es extrem spannend, ihren journalistischen Prozess nachvollziehen zu können.
  • Buch, das dich in letzter Zeit beeindruckt hat oder das du gern lesen möchtest: Ich habe immer noch nicht über die ersten paar Seiten von Sheryl Sandbergs „Lean In“ und Günter Faltins Klassiker „Kopf schlägt Kapital“ hinausgelesen. Sie liegen ermahnend in der Ecke und ich weiß gar nicht, was mich abhält.
  • Mit welcher Person, lebend oder bereits gestorben, würdest du gern einmal Essen gehen? Achtung, das hat jetzt überhaupt nichts mit meinem Beruf zu tun, sondern mit einer privaten Obsession: Ich bin nämlich großer Fan des Serien- und Filmemachers Joss Whedon. Das wäre sicher ein lustiges Treffen.

Noch mehr Mittagessen? Kannst du haben:

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