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Lebenslauf Praktikum – so geht´s!

Lebenslauf Praktikum als Studentin. Bild: Simonthon.com/photocase.de

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Wenn du dich im Studium befindest, wirst du dich irgendwann für ein Praktikum bewerben (müssen). Die meisten Unternehmen verlangen eine entsprechende Bewerbung mit Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnissen. Hier findest du ein paar Tipps, wie du diesen Lebenslauf so gestalten kannst, dass er zum Erfolg führt. 

Bild: Simonthon.com/photocase.de


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Für wen ist dieser Text? Studentinnen, die auf der Suche nach einem Praktikum im Laufe ihres Studiums sind, entweder ein Pflichtpraktikum oder auch ein freiwilliges. Die Vorschläge sind von der Gestaltung zunächst generell geeignet, je nachdem, um welche Branche es geht, sollte der Lebenslauf immer etwas anders gestaltet sein.

Wichtig zu wissen: Es gibt nicht den einen perfekten Lebenslauf fürs Praktikum. Man kann aber von Anfang an einiges richtig machen!

Zunächst einmal zu den grundsätzlichen Regeln, die es immer zu beachten gilt:

4 wichtige Regeln für den Lebenslauf Praktikum:

  • Leser: Versetz dich in deinen Leser, also welche Branche, welches Unternehmen? Nimm ihm Arbeit ab, in dem du Zusammenhänge erklärst und deinen Lebensweg gut aufzeigst.
  • .Übersichtlichkeit: Das Wichtigste gehört auf die erste Seite, also Studium und bisherige Erfahrungen. Stationen sollten sinnvoll zusammen gefasst werden.
  • Layout: Wähle eine gut lesbare Schrift, eine passende Schriftgröße und sinnvolle Auszeichnungen. Das Layout sollte den Leser leiten und nicht verwirren. Achte auch darauf, ob der Lebenslauf auch gedruckt, in schwarz/weiß, gut aussieht.
  • Länge: Die Länge des Lebenslauf sollte zwischen ein bis zwei Seiten liegen.

Das sind eigentlich schon die wichtigsten Punkte, die sowohl für den Lebenslauf für ein Praktikum sinnvoll sind wie auch für Lebensläufe an anderen Punkten deines Berufslebens.

Versetze dich in deinen Leser!

Das sind meistens Mitarbeiter aus der Personalabteilung, können aber auch Mitarbeiter aus der Fachabteilung sein. Daher kommt es darauf an, dass du auch die Inhalte deiner bisherigen beruflichen Stationen gut beschreibst. Damit ermöglichst du ihm oder ihr, einen schnellen Überblick über deine Erfahrungen zu bekommen. Es wird auch nachvollziehbar, wie tief deine Kenntnisse reichen.

Hier einmal der Lebenslauf Praktikum einer Ingenieurin, Fachrichtung Biotechnologie:

Lebenslauf Praktikum Ingenieurin, Seite 1
Lebenslauf Praktikum Ingenieurin, Seite 1
Lebenslauf Praktikum Ingenieurin, Seite 2
Lebenslauf Praktikum Ingenieurin, Seite 2

Hier kannst du dir den Lebenslauf-Praktikum-Ing-w herunterladen (PDF). Sieh es bitte als eine Art Vorlage oder Muster. Ändere einzelne Elemente nach deinen Vorstellungen:

Elemente des Lebenslaufs für ein Praktikum:

  • Überschrift: Als Überschrift wurde der (Beispiel-)Name der Kandidatin gewählt. Hier könnte auch stehen: Lebenslauf, Curriculum Vitae.
  • Oben links steht die Adresse mit Kontaktdaten, Geburtsdatum und -ort. Lass hier bitte Angaben zu Religion, Familienstand, Eltern und Geschwistern weg. Auch die Erklärung davor kannst du weglassen:
    Name:
    Straße:
    Telefon:
  • Das Geburtsdatum und den -ort kann du so einbinden: „Geboren am X. Monat 19XX in Ort(,Land)“
  • Oben rechts fehlt in diesem Beispiel ein Foto. Du kannst hier auch ein Foto einbinden, wenn es das Unternehmen nicht ausdrücklich ablehnt. Wenn du aber ein Foto einbinden möchtest, achte bitte auf die entsprechende Qualität.
  • Bei der Bewerbung für einen Praktikumsplatz kommt es sehr darauf, bei welchem Unternehmen und zu welchem Zeitpunkt deines Studiums du dich bewirbst. Wenn es um ein Vorpraktikum geht oder ein Praktikum zu Beginn des Studiums geht, muss die Bewerbung nicht so formal sein. Wenn es schon um ein Praktikum geht, aus dem auch ein Stellenangebot werden kann, solltest du das auch bei der Gestaltung beachten.
  • Stationen auf der ersten Seite: Bei diesem Lebenslauf findest du eine Unterteilung in Ausbildungsweg und Praktische Erfahrungen. Stattdessen kannst auch schreiben: Praxiserfahrung. Du kannst es auch in einzelne Abschnitte unterteilen wie Praktika, Werkstudententätigkeit etc. Eine Zusammenfassung bietet sich aber eigentlich an und ist auch übersichtlicher. 
  • Statt Ausbildungsweg kannst du auch schreiben: Schule und Studium oder Schule, Zivildienst und Studium – die einzige Bedingung ist, dass es den Inhalt gut beschreibt. Unter diesem Punkt fasst du all die Stationen zusammen, die etwas mit deiner Ausbildung zu tun haben, also deine fachlichen Qualifikationen nachweisen, also Schule, Studium, Ausbildung, eventuell noch Zivildienst, Bundeswehr oder Freiwilliges Soziales/Ökologisches Jahr.
  • Unter Praktische Erfahrungen fasse all die Stationen zusammen, in denen du berufsrelevante Praxiserfahrung sammeln kannst. Dazu gehören oft Werkstudententätigkeiten, Arbeit als Studentische Hilfskraft, Tutorien, Praktika, aber auch ehrenamtliches Engagement, wenn es für den Beruf eine Rolle spielt. Wer sich zum Beispiel bei MTP e.V. (Marketing zwischen Theorie und Praxis), einer studentischen Unternehmensberatung etc. engagiert, kann dies auch als Praktische Erfahrung anführen. Zu diesen Angaben solltest du auch qualifizierte Zeugnisse hinzufügen.
  • Nebentätigkeiten: Wenn du Nebenjobs machst, um dein Studium zu finanzieren, kannst du diese hier einfügen. Es geht auch, sie in einem Punkt zusammen zu fassen, so wie hier in diesem Beispiel. Du kannst sie auch weglassen, aber sie sind oft gut um zu erklären, warum du ein bis zwei Semester über der Regelstudienzeit liegst.

Wenn es schicker sein soll: Design-Lebenslauf

Als weiteres Beispiel findest du hier einen Lebenslauf, der etwas anders gestaltet ist. Für dieses Beispiel wurde mit den Vorlagen von Canva gearbeitet. Hier kannst du einfach mal schauen, was dir gefällt:

Lebenslauf mit rundem Porträtbild, grauer Hintergrund
Lebenslauf mit rundem Porträtbild, grauer Hintergrund

Hier noch ein weiteres Beispiel:

Lebenslauf Praktikum
Lebenslauf Praktikum

Tipps für die Gestaltung des Lebenslaufs für ein Praktikum:

  • Achte beim Layout auf Übersichtlichkeit: Nimm eine Schriftgröße und eine Schriftart, die sich gut lesen lässt. Statt der etwas altmodischen Times New Roman bietet sich zum Beispiel die Georgia an.  Eine Schrift mit Serifen lässt sich sehr gut am Bildschirm lesen, aber auch eine serifenlose wie Arial oder Tahoma bietet sich an. Als Größe bietet sich 11 oder 12 Punkt an. Um etwas mehr Text unterzubringen, kann man eher mal den Zeilendurchschuss verringern.
  • Wichtig: Die Lesbarkeit sollte auch dann gewährleistet sein, wenn man deinen Lebenslauf auf einem Tablet liest oder mit einem schlechten Drucker ausdruckt. Das spricht auch dafür, eher nicht mit Farben zu arbeiten – oder genau zu testen, ob das schicke Blau am Bildschirm auch als Grau aus dem Laserdrucker gut aussieht;-)
  • Hervorhebungen erleichtern das Lesen ebenfalls: Sei zurückhaltend mit Auszeichnungen. Hier in diesem Lebenslauf wurde lediglich fett gekennzeichnet und zwar das, was dich als Bewerberin unterscheidbar, nämlich die Hochschule und die bisherigen Arbeitgeber.
  • Zusatzinformationen auf der zweiten Seite: In diesem Lebenslauf findest du die Zusatzinformationen zu Nebenjobs, Weiteren Qualifikationen, Sprachkenntnissen etc. auf der zweiten Seite. Angaben zu deinen Nebenjobs kannst du auch weglassen und zusammenfassen. Meist es sinnvoll, diese Tätigkeiten mit aufzuführen. Sie erklären, warum dein Studium länger dauert. Hier kannst du auch Wochenarbeitszeiten oder längere Tätigkeiten in den Semesterferien angeben.
  • Sprach- und EDV-Kenntnisse: Wenn du Sprach- und EDV-Kenntnisse anführst, nimm eine Wertung vor: Wie gut sind deine Englisch-Kenntnisse? Wie gut kennst du dich mit den jweiligen Computer-Programmen, Programmiersprachen etc. aus? Die Sprachkenntnisse kannst du mit folgender Einstufung unterscheiden: Muttersprache, Sehr gute Kenntnisse in Wort und Schrift, Gute Kenntnisse in Wort und Schrift und Grundkenntnisse. Oder du verwendest den EU-Sprachenpass oder natürlich ein Zertifikat wie den TOEFL-Test oder das Cambridge Certificate.
  • Auch bei den EDV-Kenntnissen helfen natürlich Nachweise zu Schulungen oder Zertifikaten. Du kannst aber auch einfach beschreiben, wie gut du dich mit den Programmen auskennst. So kannst du zum Beispiel schreiben: Latex:  sehr gute praktische Kenntnisse durch ständige Anwendung während des Studium, u.a. beim Verfassen von Studienarbeiten.
  • Auszeichnungen: Wenn du Auszeichnungen erhalten hast, gehören diese unbedingt in den Lebenslauf. Auch im Anschreiben solltest du sie unbedingt erwähnen. Zu solchen Auszeichnungen gehören Stipendien, Wettbewerbe, Ehrungen.
  • Ehrenamtliches Engagement/Hobbys: Hobbys und Ehrenamtliches Engagement kannst du ebenfalls in den Lebenslauf hinzufügen. Es kann Schlüsselqualifikationen zeigen. Oft ergibt sich hier auch die Möglichkeit, erste Führungserfahrungen zu erwerben und Kommunikationsfähigkeiten zu schulen.
  • Bei den Hobbys ergibt sich oft die Frage, welche Hobbys man angeben sollte. Gib die Hobbys an, die du aktiv ausübst – sie sind oft ein guter Gesprächseinstieg im Bewerbungsgespräch. 
  • Ort und Datum: Gib zum Schluss noch Ort und Datum an. Unterschreiben musst du nicht, wenn du deinen Lebenslauf online verschickst.

Buchtipps & Links:

Ute Blindert ist chronisch neugierig und liebt die Themen Karriere, Arbeitsmarkt und digitaler Wandel. Darüber spricht sie gern mit und vor Menschen. Wenn sie sportlich gut drauf ist, schwimmt sie an die 10 km in der Woche. Was ihr noch fehlt zum Glück: eine perfekte Rollwende.

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