Gründen Karriere & Entwicklung

Gründerinnen mit guten Ideen

Frauen mit Kindern fällt es nicht immer leicht, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Der Schritt in die Selbstständigkeit kann hier vieles leichter machen – wenn nur eine zündende Idee da wäre…

Das Baby ist krank, die Kita schließt frühzeitig, die Oma, die das Kinderhüten versprochen hat, geht lieber in die Sauna: Es gibt viele Gründe, warum berufstätige Mütter nachmittags früh den Arbeitsplatz verlassen müssen. Manchmal zum Leidwesen der Kollegen, die manchmal flexibler reagieren müssen, wenn noch ein dringender Termin ansteht oder der wichtige Kunde noch Wünsche hat.

Pro und Contra Selbständigkeit

Die eigene Chefin zu werden ist da eine interessante Option, gerade für Mütter. Allerdings lauern dabei viele Fallen für Frauen. Auf der anderen Seite sind Frauen erfolgreicher, wenn sie sich einmal zum Start in die Selbstständigkeit durchgerungen haben.

Worauf kommt es also an, damit die Selbstständigkeit klappt? Da wäre zunächst einmal die richtige Geschäftsidee. Viele Frauen wagen es nicht, die gewohnten Pfade zu verlassen – sie eröffnen dann lieber ein Café oder eine Kommunikationsberatung, obwohl es in der Hauptstraße bereits fünf Cafés gibt und auch Kommunikationsberatungen nicht gerade selten sind. Stattdessen ist es sinnvoller, nach originellen Marktlücken Ausschau zu halten. Die Firma Brilliant Badges zum Beispiel hat sich ganz darauf konzentriert, originelle und formschöne Namensschilder für Arztpraxen im Dienstleistungsbereich oder auf Messen anzubieten. Wer wäre vorher überhaupt auf die Idee gekommen, ganz individuelle Namensschilder in verschiedenen Farben anfertigen zu lassen? Die gute Idee schafft hier Nachfrage, wo vorher kaum eine bestand.

Zeitliche Belastung ist nicht zu unterschätzen

Weitere Aspekte, die gerade Mütter beachten sollten, sind die zeitliche Belastung und ständige Bereitschaft, die viele selbständige Tätigkeiten erfordern. Wer ein Geschäft eröffnet, das abends bis sieben oder acht Uhr für den Kundenverkehr geöffnet ist, verbringt am Ende noch weniger Zeit mit der Familie als beim herkömmlichen Bürojob. Hier sollte von Anfang an realistisch eingeschätzt werden, wie gut die Chancen sind, Personal einzustellen, das übernehmen kann, wenn die Inhaberin anderweitig benötigt wird.

Doch auch das Home Office ist nicht immer eine Lösung: Muss die Arbeit immer wieder den um Aufmerksamkeit buhlenden Kindern geopfert werden, ist die Selbstständigkeit zum Scheitern verurteilt.

Ute Blindert ist chronisch neugierig und liebt die Themen Karriere, Arbeitsmarkt und digitaler Wandel. Darüber spricht sie gern mit und vor Menschen. Wenn sie sportlich gut drauf ist, schwimmt sie an die 10 km in der Woche. Was ihr noch fehlt zum Glück: eine perfekte Rollwende.

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