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Dos & Don´ts: Vom Headhunter gefunden werden

Vom Headhunter gefunden werden. Bild: HerrSpecht/photocase.de

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Stellen Sie sich vor, Sie sind zufrieden in Ihrem Job – und dann kommt der Anruf vom Headhunter. Er bietet Ihnen mehr Gehalt, mehr Verantwortung und mehr Möglichkeiten. Schön, wenn man die Wahl hat. Wie das geht, lesen Sie hier.

Bild: HerrSpecht/photocase.de


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1. Klar positionieren

Machen Sie sich Gedanken zu Ihrer Positionierung, denn je genauer Sie Ihre Position festlegen, umso eher werden Sie als eine mögliche Kandidatin für eine neue Stelle identifiziert. Viktoria A. Balensiefen schreibt in Ihrem Buch „Karriereturbo Headhunter„, wie sich eine Position in drei Schritten entwickeln lässt. Dazu gehören das Profil mit Wissen und Erfahrung, das Ziel, also der Traumjob oder die Wunscharbeit und schließlich die Positionierung, also die „Reduktion des gesamten Profils auf die für das Ziel wesentlichen Komponenten“.

Anstatt sich also zu denken: „Viel hilft viel!“ und sich möglichst offen für alle Anfragen darzustellen, hilft es, klar zu fokussieren. Headhunter erkennen durchaus, ob Sie eventuell auch für andere Aufgaben oder auch Branchen in Frage kommen könnten, aber zunächst einmal sollten Sie als die Fachfrau Ihres Gebiets gelten.

Das Profil: Bei der Beschreibung des Profils sollten Sie ausführlich sein: Welche Ausbildung haben Sie (Studium, Aufbaustudium, Fortbildungen)? In welchen Bereichen haben Sie Berufserfahrung sammeln können? Haben Sie bereits Personalverantwortung übernommen? Hatten Sie Verantwortung über ein Budget und wie groß war dieses? Welche Zusatzkenntnisse bringen Sie mit? Welche Ziele und Erfolge können Sie benennen? Diese bitte konkret beschreiben, z.B. Kosteneinsparung unter Ihrem Projektmanagement von 2 Prozent bei einem Gesamtvolumen von zwei Millionen Euro.
Außerdem besonders wichtig: Wo stehen Sie gerade in punkto Gehalt? Dazu gehören neben dem fixen Gehalt auch variable Bestandteile und geldwerte Vorteile wie Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge, Unternehmensanteile, Handy, Laptop etc.

Das Ziel: Benennen Sie klar, wo Sie hin möchten: In welchem Unternehmen möchten Sie arbeiten? In welche Branche? Auf welcher Position und Ebene? Wie soll der Job beschaffen sein?
Ganz wichtig: Wie möchten Sie sich gehaltlich entwicklen?

Die Positionierung: Hier formulieren Sie – quasi wie in einem Stellengesuch – Ihre Positionierung. Dabei kommen die wichtigen Punkte zuerst, die weniger wichtigen später, es gibt nicht zu viele Einschränkungen.

2. Für Sichtbarkeit sorgen

Damit Sie auch von Headhuntern gefunden werden können, sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass man Sie auch sieht und wahrnimmt. Das kann zum Beispiel über die Fachwelt geschehen, via Social Media und Job-Portale. In der Fachwelt macht man sich in der Regel über Fachmessen, Kongresse und Fachzeitschriften oder auch über Gastartikel in angesehenen Blogs sichtbar. Dabei schreibt man natürlich nicht einfach mal so einen Artikel in einer Fachzeitschrift, solche Anfragen bekommen diese natürlich öfters. Auch hier hilft die klare Positionierung! Und dann meistens erste Schritte über Vorträge bei einer kleinen Tagung, einem Treffen etc., bis man sich allmählich einen Namen gemacht hat.

Social Media: Besonders wichtig für Headhunter sind Profile bei XING und LinkedIn. In Deutschland empfiehlt es sich nach wie vor, auch in beiden großen Online-Businessnetzwerken vertreten zu sein. Wer eine internationale Karriere plant, kann seinen Fokus auch in Richtung LinkedIn verschieben. Weitere Social Media-Kanäle wie Facebook, Twitter oder auch Instagram, Soundcloud können ebenfalls unterstützend wirken, sind aber sicher im Berufsumfeld eher als Unterstützung zu sehen.

Karriereportale: Auch in Karriereportalen wie Monster, Stepstone, Experteer oder Absolventa sollten Sie sich mit Ihrem Profil vorstellen, je nach Berufs- oder Führungserfahrung eher in dem einen oder dem anderen Portal. Auch eher fachspezifische Portale können hier zusätzlich sinnvoll sein.

Je mehr Sie davon verstehen, wie Headhunter oder auch Personalberater arbeiten, umso eher können Sie sich für diese sichtbar und interessant machen. Am Anfang Ihres Berufslebens werden Sie eher Personalvermittler ansprechen, die Sie in ihre Datenbank mit Kandidatenprofilen aufnehmen werden. Etwas später, wenn sich erste Erfolge einstellen, Sie Ihr Fachwissen vertiefen konnten und Führungserfahrung sammeln konnten, werden Sie zunehmend für Personalberater interessant.

Diese suchen im Auftrag ihres Kunden per Direktansprache nach passenden Kandidaten. Vor allem bei der Besetzung von Top-Positionen läuft die Besetzung über die Direktansprache. Der Einsatz eines Headhunters erscheint auf den ersten Blick sehr kostenintensiv, letzten Endes sparen Unternehmen dadurch aber viel Geld – und vor allem Zeit. Stellenanzeigen in Zeitungen oder Online-Stellenmärkten kosten Zeit und Geld, aber vor allem die Auswahl geeigneter Kandidaten aus einer Flut von Bewerbungen bedeutet viel Aufwand für die Personalabteilungen.

Gerade bei der Suche nach Spezialisten erweisen sich Headhunter als wertvolle Unterstützung, einfach, weil es meist schneller geht. So kann er zudem als „Anwalt“ des Unternehmens agieren und auch Kandidaten für dieses einnehmen, die nicht so ohne weiteres an diesen Arbeitgeber gedacht hätten.

Vom Auftrag zur Suche

Wenn also ein Unternehmen an eine Personalberatung herantritt, wird diese erst einmal genau wissen wollen, wie die Stelle beschaffen ist. Auch Details sind hier wichtig. Hier berät der Personalberater zunächst einmal das Unternehmen und klärt wichtige Fragen wie Aufgaben, Muss- und Kann-Kriterien, Gehaltsrahmen etc.

Danach erstellt der Personalberater eine Zielfirmenliste, um in diesen Unternehmen nach geeigneten Kandidaten zu suchen. Bei möglichen Kandidaten recherchiert er dann weiter: Was finde ich zu dieser Person im Netz? Welche Auftritte hatte sie bei Kongressen und auf Konferenzen? Auch Empfehlungenwerden hier gern beachtet. Besonders wichtig sind hier auch Ihre Online-Kontakte: Haben Sie bereits ein großes Netzwerk? Herzlichen Glückwunsch! Aber auch hier können Sie schauen, wen Sie eventuell noch ansprechen könnten. Und ein kleines Netzwerk sollte systematisch erweitert werden um neue Kontakte von Treffen, Konferenzen, Messen etc.

Selbst auf Personalberater zugehen? Geht das?

Na klar, das geht. Wenn Sie wissen, dass Sie in der nächsten Zeit einen neuen Job suchen möchten, bietet sich das sogar an. Auch erst einmal unverbindlich Kontakt zu knüpfen und dann langfristig ins Gespräch zu kommen, kann sehr gewinnbringend sein. Dabei müssen Sie sich nicht auf einen Berater beschränken, sondern können durchaus mit drei bis fünf Beratern in Kontakt stehen.

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