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Die Kunst des Small talks – 5 Tipps fürs kleine Gespräch

Die Kunst des Small talks. Bild: .marqs/photocase.de
Die Kunst des Small talks. Bild: .marqs/photocase.de

Zwei Menschen in einem Raum, vielleicht in einem Aufzug, keine Möglichkeit zu entkommen. Ein Schweigen halten beide nicht lange aus, es kommt zu einer kommunikativen Spannung. Was dann folgen sollte, ist Small Talk. Denn wer die große Kunst des kleinen Gesprächs beherrscht, wirkt interessiert und zugewandt. Da helfen unsere 5 Tipps für die Kunst des Small Talks.

1. Die perfekten Themen fürs kleine Gespräch

Wenn du nicht weiß, wie du ein Gespräch beginnen sollst – Wetter geht immer: Ist es heißer als sonst? Regnet es mehr? Ist viel Schnee gefallen oder der Winter zu warm? Über das Wetter kommt man leicht mit anderen Menschen ins Gespräch: “Haben Sie das schöne Wetter am Wochenende auch genutzt, um draußen zu sein?“.

Je nach Situation kann man auch über die Anreise sprechen: „Waren Sie heute Morgen auch vom Bahn-Streik getroffen?“. Besonders leicht machst du es anderen, wenn du ein „Wasisndas“ trägst. Das kann ausgefallener Schmuck sein, ein Tuch, ein Technik-Gadget – eben etwas, was als Hingucker fungiert. Dann können dich andere darauf ansprechen, und das Eis ist gebrochen. Du kannst natürlich auch darauf achten, ob der andere ein „Wasisndas“ bei sich hat: „Sie haben da eine tolle Brille. Wo haben Sie die gekauft?“. Großer Vorteil bei diesem Gesprächseinstieg: Man signalisiert Interesse für den anderen. Das schmeichelt.

2. Kein Small Talk ohne Körpersprache

Achtung: Selbst wenn du das perfekte Small Talk-Thema gefunden hast, gibt es da noch ein Fettnäpfchen. Denn es geht nicht alleine ums Reden. Im Gegenteil spielt unsere Körpersprache eine ganz wesentliche Rolle beim lockeren Dahergeplaudere. Zum Beispiel die Augen: Ein echtes Lachen lässt kleine Fältchen um die Augen spielen. Ohne diese Fältchen scheint das Lachen aufgesetzt und künstlich. Das nimmt natürlich niemand bewusst wahr, aber unbewusst reagiert man darauf.

Ähnlich ist es mit der Pupillengröße: Große Pupillen wirken sympathischer. Wer gegen das Licht schaut, hat aber kleinere Pupillen, muss möglicherweise die Augenbrauen runzeln. Dann wirkst du eher unangenehm und angestrengt bis böse auf dein Gegenüber. Darum solltest du im wahrsten Sinne des Wortes darauf achten, dich im besten Licht zu zeigen, also mit der Lichtquelle im Rücken. A propos Augen: Schau dem anderen ruhig in die Augen, wenn du mit ihm redest. Denn wenn du wegschaust, wirkst du desinteressiert und ruhelos.

3. Auch die Stimme sendet Signale

Doch nicht nur die Augen verraten mehr als Worte. Auch deine Stimme sagt einiges über dich aus. Besonders Frauen neigen dazu, mit einer zu hohen Stimme zu reden. Das kann dazu führen, dass man sie nicht ernst nimmt. Sinnvoll ist es darum, seine natürliche Stimmlage zu finden. Sie ist genau da, wo Reden dich nicht anstrengt – und oft ein bisschen tiefer als die Stimmlage, in der frau für gewöhnlich redet.

Als ob das noch nicht genug wäre, sprechen auch die Hände eine eigene Sprache: Auch wenn es bequem ist, auf einem Stehempfang die Hände in die Hosentasche zu stecken oder die Arme zu verschränken – mach das nicht! Kommen dir deine Hände zu leer vor, dann nimm etwas in die Hand, eine Infobroschüre beispielsweise. Dann kannst du leichter die Arme offen halten und strahlst so Offenheit aus. Gerade auf einem Stehempfang kann das sehr wichtig sein. Denn dort werden häufig berufliche Kontakte geknüpft und Sympathien vergeben.

4. So wirst du Small Talk-Meisterin

Wenn du Probleme hast mit dem Small Talk, dann nimm dir vor, jeden Tag eine unbekannte Person in ein kurzes Gespräch zu verwickeln. Das muss nicht direkt am Arbeitsplatz sein. Du gewinnst mehr Selbstvertrauen, wenn du erst auf einem neutralen Terrain übst: beim Bäcker, im Supermarkt, im Wartezimmer beim Arzt, in der Bahn. Du kannst auch gezielt zu öffentlichen Veranstaltungen gehen. Dort hat man die freie Auswahl, an wem man sich versuchen möchte. Mit etwas Glück ist sogar ein netter Kontakt dabei.

Am besten ist, du fängst schon heute mit deinem Training an: Geh lächelnd auf andere zu, insbesondere wenn sie dich nicht kennen. Damit hast du bereits den ersten Schritt getan. Die Reaktion des anderen kann für dich Ansporn sein, weiterzumachen. Du wirst schnell feststellen, dass man auf ein Lächeln nur selten eine Abfuhr bekommt.

5. Worüber du besser nicht reden solltest

Übrigens gibt es natürlich auch Themen, die du beim Small Talk besser meiden solltest. Dazu gehören Politik und Religion, aber auch Gesundheitsthemen sind tabu. Über Geld sollte man beim Small Talk nicht reden, Sex gehört hier nicht hin und auch die familiäre Situation passt nicht jedem. Als Faustregel kannst du dir merken: Alles, was den anderen in eine peinliche Situation bringen könnte, ist beim Small Talk tabu. Denn bei diesem kleinen Plausch geht es nur darum, dass sich zwei oder mehr Menschen miteinander wohlfühlen. Um nicht mehr, aber auch nicht um weniger.

Was die Körpersprache verrät

  • Wer die Hand häufig an den Mund legt, gilt als unsicher. Darum sollte man vermeiden, sein Gesicht in einem wichtigen Gespräch zu berühren.
  • Auch am Hals sollte man sich nicht kratzen, die Bewegung wird oft als Drohung verstanden.
  • Wer die Arme in die Seiten stemmt, stabilisiert sich selbst, nach außen signalisiert man damit: Ich bin der Boss.
  • Mit den Händen reden ist in anderen Kulturkreisen üblicher als in Deutschland. Häufig steckt hinter jemandem, der vieles mit den Händen untermalt, eine temperamentvolle Person.
  • Die Hände in den Hosentaschen zu vergraben, ist unhöflich.
  • Wer die Augenbrauen zusammenzieht, sieht entweder nicht gut, denkt nach oder ist mit dem Gesagten nicht einverstanden.

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