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Als Absolventin das Einstiegsgehalt verhandeln

Um Geld verhandeln. Bild: MrNico/photocase.de

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Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, woher die großen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern kommen? Es gibt einige äußere Faktoren, die sich nur politisch und gesellschaftlich wirklich ändern können. Dass Sie aber als Absolventin besonders gut verhandeln, kann Ihnen niemand abnehmen. Nur Mut, es lohnt sich!

Je nach Lesart liegen die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern bei 23 Prozent. Wenn man Faktoren wie Teil-/Vollzeit, Arbeitsunterbrechungen wegen Kindererziehungszeiten etc. herausrechnet, bleiben immer noch Unterschiede zwischen fünf bis zehn Prozent.

Verhandlungsgeschick gefragt

Und hier hilft alles Lamentieren nicht weiter, hier heißt es, selbst die Gehaltsfrage in die Hand zu nehmen. Denn:

  • Ein gutes Einstiegsgehalt wirkt wie ein Hebel für zukünftige Gehälter. Wer niedrig einsteigt, kann dieses Manko sehr schwer wieder ausgleichen.
  • Ein gutes Gehalt über das Berufsleben hinweg, bedeutet auch eine bessere Absicherung bei Elternzeit, Arbeitslosigkeit und Rente.
  • Bei der Verhandlung über Familienzeiten fällt die Wahl nicht mehr automatisch auf die Mutter, wenn beide Partner gleich viel oder die Partnerin mehr nach Hause bringt.

Wenn es nun darum geht, das Gehalt zu verhandeln, achten Sie auf folgende Punkte:

1. Vorbereitung ist alles! Zunächst einmal geht es um die Recherche. Was ist drin? Was wird im Unternehmen gezahlt? Welche Boni oder Sondervergütungen sind üblich? Welche Spielräume bietet der Tarifvertrag?

2. Was sind meine Pluspunkte? Wenn die Basis stimmt, lädt man Sie zum Gespräch ein und Sie haben eine echte Chance, den Job zu bekommen. Das ist die Eintrittskarte. Für eine Eintrittskarte in den 1. Klasse-Bereich mit Gehaltsplus überlegen Sie, welche Qualifikationen etc. Sie mitbringen, die eben nicht jeder Ihrer Mitbewerber hat.

3. Klärung der eigenen Ziele. Sie gehen immer mit drei Zielen ins (Gehalts-)Gespräch: Minimal-, Maximal und Alternativziel. Wenn Ihnen ein Arbeitgeber weniger als Ihr Minimalziel anbietet und sich keine Alternativen ergeben, beenden Sie das Gespräch. Mit erreichtem Maximalziel können Sie zufrieden nach Hause gehen. Ihr Alternativziel bietet beiden Seiten Verhandlungsspielraum: „Okay, wir fangen mit Ihrem Gehaltsangebot an, aber nach der Probezeit geben Sie mir ….!“

4. Alternativen haben. Es gibt nie nur den einen Job. Wenn Sie sich vor dem Gespräch schon überlegen, welche Möglichkeiten es für Sie außerdem noch gibt und wen Sie zusätzlich noch ansprechen könnten, gehen Sie lockerer in die Verhandlung und sind damit gleichzeitig auch sicherer. Das stärkt Ihre Verhandlungsposition!

5. Üben! Gerade als Absolventin bietet Ihnen die Hochschule über den Career Service zahlreiche Möglichkeiten, um solche Gespräche zu üben, meistens kostenfrei. Nehmen Sie so viele wie möglich wahr. Auch das lockere Üben mit Ihren Kommilitonen hilft später bei der Umsetzung.

6. Professionalität ausstrahlen! Seien Sie von Anfang an in der Kommunikation mit dem potenziellen Arbeitgeber verbindlich, offen, freundlich, einfach professionell. Das zeigen Sie auch durch passende Garderobe, selbstbewusstes und interessiertes Auftreten.

7. Selbstbewusst verhandeln! Seien Sie sich einfach Ihres Wertes bewusst und verhandeln Sie entsprechend. Dann erreichen Sie auch Ihr Wunschgehalt!

Zum Reinhören:

 

Ute Blindert ist chronisch neugierig und liebt die Themen Karriere, Arbeitsmarkt und digitaler Wandel. Darüber spricht sie gern mit und vor Menschen. Wenn sie sportlich gut drauf ist, schwimmt sie an die 10 km in der Woche. Was ihr noch fehlt zum Glück: eine perfekte Rollwende.

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