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10 Tipps fürs Selbstmarketing

Selbstmarketing. Bild: Mr. Nico/photocase.de

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Warum Selbstmarketing so wichtig ist! Jahrelang können wir gut und fleißig arbeiten. Und es passiert: nichts. Da hält die junge Kollegin einen Vortrag auf einer Fachkonferenz – und wird mit dem interessanten Projekt belohnt, auf das wir längst ein Auge geworfen hatten. Sie hat verstanden, auf was es ankommt: Tue Gutes und rede darüber! 

Bild: Mr. Nico/photocase.de

1. Denke über dich selbst nach!

Bevor wir uns auf den Weg machen, sollten wir das Ziel kennen. Dafür solltest du dich damit auseinander setzen, was du gut kannst, was dir liegt und was dir leicht fällt. All das muss natürlich nicht unbedingt das sein, was du auch willst!

Im nächsten Schritt setzt du dich also damit auseinander, was du willst und auch, welche Dinge unbedingt im Fokus stehen sollen: Möchtest du deine Kreativiät ausleben, die Richtung vorgeben oder Arbeit und Freizeit in der Waage halten? Am besten ist es, wenn du dir dafür immer wieder Zeit(en) einräumst: fünf ruhige Minuten am Tag, eine Stunde in der Woche oder auch ein fester Tag im Monat. Überprüfe immer mal wieder, ob du noch mit dem zufrieden bist, was du dir vorgenommen hast.

2. Sei offen für Vorschläge!

Ziele sind wichtig, aber sie sollten nicht alles sein. Bleib offen für das, was dir unterwegs begegnet und vertraue auf das Urteil der Menschen, die dir etwas zutrauen. Und auch Umwege haben ihren Sinn: Wenn sich eine Tür partout nicht öffnen will oder du mit einer Idee überhaupt nicht weiterkommst, dann nimm das erst einmal an. Das bedeutet nicht, ein Ziel beim kleinsten Widerstand aufzugeben, sondern ihm die Zeit zu geben, die es benötigt.

3. Triff Entscheidungen!

Ein kluger Mensch hat mal gesagt:

„Es ist besser, sich auch mal falsch zu entscheiden, als sich nie zu entscheiden.“

Wie wahr! Wenn wir eine Entscheidung treffen, wissen wir oft nicht, ob sich unsere Erwartungen erfüllen, aber wir lernen meistens mehr, als wenn wir in der alten Position geblieben wären. Daher ist es wichtig, dass du deutlich machst, was deine Wünsche und Ziele sind. Dein Umfeld sollte wissen, ob du für Karriereoptionen offen bist oder lieber einen ruhigen Posten wünschst.

4. Sprich über Ziele. Und: Gewöhne dir eine klare Sprache an.

Wörter wie „eigentlich, vielleicht, in etwas, eventuell“ solltest du aus deinem Sprachschatz verbannen. Gewöhne dir Formulierungen an wie „Ich möchte, …“, „Bitte erledigen Sie dies bis …“, „Ich stelle mir vor, dass …“. Arbeite immer weiter daran. Störe dich nicht daran, was andere über dich denken könnten. Frauen nehmen sich in ihrer Sprache oft zurück, weil sie nicht zu machtbewusst/bestimmend/ehrgeizig wirken möchten. Du kannst aber gut daran arbeiten, klar zu sprechen und dein Anliegen deutlich zu machen.

5. Werde sichtbar.

Es gibt eine Konferenz zu deinem Thema? Fahr hin! Dein Unternehmen soll einen Vortrag zur neuen Dienstleistung halten? Mach du das doch! Es gibt ein neues Projekt, bei dem man mit vielen Abteilungen zusammenarbeiten muss? Ruf laut: „Ja, das will ich machen!“

Vielleicht denkst du jetzt: „Wo soll ich denn die Zeit hernehmen? Wie soll ich denn meine Arbeit schaffen?“ Stimmt, es kann sein, dass du deine Arbeit nicht mehr zu 120 Prozent schaffst, sondern nur noch zu 70 Prozent. Das reicht aber meistens auch, wenn man die eigenen Ansprüche etwas herunterschraubt und sich Unterstützung sucht. Denn ein abteilungsübergreifendes Projekt sorgt für Sichtbarkeit im Unternehmen, ein Vortrag macht deinen Namen bekannt und auf einer Konferenz kannst du wichtige Kontakte knüpfen. Ehrlich gesagt: Es dankt dir keiner, wenn du bienchenfleißig bist, aber unsichtbar. Die guten Jobs und Projekte gehen an die Leute, deren Namen man auch außerhalb deiner Abteilung oder deines Unternehmens kennt. Ich nenne das gern auch „strategisches Arbeiten“.

6. Verkaufe deine Ideen!

Du fängst neu in einem Unternehmen an und sprudelst nur so vor Ideen, die du gleich auch in den ersten Sitzungen präsentieren und am liebsten direkt umsetzen möchtest? Und dann stellst du fest: Deine Begeisterung wird nicht geteilt, man bremst dich aus. Dein Chef fand deine Idee eigentlich gut, knickt aber beim ersten Anzeichen von Widerstand ein…

Veränderungen und Ideen in Unternehmen umzusetzen braucht Zeit und ein geschicktes Vorgehen. Schau dir erst einmal an, wer ein Unterstützer sein und wer sich eventuell mit den richtigen Argumenten überzeugen lassen könnte. Dafür präsentierst du deine Ideen am besten nicht direkt in großer Runde, sondern sprichst zunächst mal mit deiner Vorgesetzten und versuchst, sie ins Boot zu holen. Überlege auch, welchen Argumenten gegenüber sie aufgeschlossen sein könnte: Zahlen oder Bildern? Welche Themen möchte sie durchbringen und wo könntest du ihr Input liefern? Und wenn wir beim Bild des Verkaufens bleiben: Sei nicht traurig, wenn du eine Idee mal nicht durchbringst – so etwas ist im Verkauf durchaus normal.

7. Knüpfe Kontakte!

Eigentlich sollte dieser Punkt an erster Stelle stehen, so wichtig ist er. Starte mit Netzwerken, sobald es geht. Und zwar sowohl zufällig als auch strategisch. Zufälliges Netzwerken entsteht zum Beispiel dann, wenn du dich „einfach mal so“ mit Leuten triffst, zum Beispiel zum Lunch. Nach dem Prinzip „Never lunch alone!“ kannst du in der Mittagspause immer mit deinen Kollegen in die Kantine gehen. Du kannst aber auch mal mit der netten Kollegin vom Volleyball mit deren Abteilung an einem Tisch sitzen und kommst mit ganz anderen Leuten ins Gespräch.

Oder du schaust beim Besuch in einer anderen Stadt, wer von deinen ehemaligen Kommilitonen jetzt dort wohnt und verabredest dich zum Mittagessen. Meistens entstehen aus diesen zufälligen Begegnungen Ideen, oftmals erhält man gute Tipps und manchmal ergeben sich darauf neue Projekte, wahrscheinlich nicht sofort, aber irgendwann macht sich Ihre Offenheit bezahlt. Neben dem zufälligen Netzwerken solltest du dich auch damit beschäftigen, welches berufliche Netzwerk für dich interessant sein könnte.

Grundsätzlich empfehle ich dir auch reine Frauen-Netzwerke, da sich manche Fragen nur dort erörtern lassen. Ich würde mir aber auch gemischte Netzwerke anschauen, da in diesen der Austausch öfter geschäftlich geprägt ist. Und wenn wir über Netzwerke sprechen, dürfen natürlich auch Online-Netzwerke wie XING, LinkedIn und auch Facebook nicht fehlen. Mit XING und LinkedIn lassen sich auf der einen Seite Kontakte sehr gut verwalten, es lassen sich aber auch viele Funktionen wie die Suche oder die Geburtstagsbenachrichtigung nutzen, um mit Menschen in Kontakt zu bleiben und sich in Erinnerung zu rufen. Und Facebook lässt sich sehr gut verwenden, um im internationalen Kontext im Austausch zu bleiben und auch etwas mehr von der Person neben dem Job zu zeigen.

8. Investiere!

Im Studium hast du viel gelernt, aber im Job und vor allem in Führungspositionen lernst du nie aus. Um am Ball zu bleiben, solltest du in Weiterbildung, Kurse und Trainings investieren. Wenn du Fragen zu klären hast, die professionell begleiten werden sollten, gönne dir ein Coaching. Und auch deine Garderobe, dein Schmuck und deine gesamte Erscheinung (Haare, Gesicht, Hände) sollte deiner Position angemessen sein bzw. zeigen, wo du gern hinmöchtest. Daher solltest du von Anfang an Wert auf gute Business-Kleidung legen.

9. Verlange viel!

Frauen verdienen auch auf Führungsebene zwischen 13 bis 20 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das sollte nicht so bleiben und schon gar nicht bei dir. Steht eine Gehaltsverhandlung an, recherchiere gründlich, eventuell lasse auch eine Gehaltsanalyse vornehmen. Und sprich auch mit Männern und frage diese, was sie verdienen. Das öffnet uns oft die Augen! Wenn du dich unsicher fühlst, übe, am besten mit einem Sparringpartner oder Coach, so dass du selbstsicher ins Gespräch gehen kannst. Setze dir klare Grenzen nach unten und lasse dir Verhandlungsspielraum!

10. Feiere deine Erfolge!

Keine von uns kann nonstop arbeiten – und keine sollte es! Mach dir klar, dass sich eine Karriere entwickeln muss. Es gibt Umwege, es gibt Meilensteine und tolle Erfolge. Aber eben auch einmal Niederlagen. All das gehört dazu und sollte bewusst wahrgenommen werden. Und Erfolge? Die sollten angemessen gefeiert werden, von dir selbst, aber auch mit deinem Team!

Buchtipps & Links:

  1. Eigentlich alles ziemlich logisch und doch muss man es sich immer wieder in Erinnerung rufen. Vielen Dank für diesen Beitrag. Es hat mich selbst erst daran erinnert, worauf ich wieder mehr achten sollte.

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