10 Gebote Karriere & Entwicklung

10 Punkte, die Frauen bei einer Selbstpräsentation beachten sollten!

Selbstpräsentation. Bild: arnd_drifte/photocase.de

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Die Erfahrung zeigt leider immer wieder, dass sich Frauen oftmals schlechter darstellen, als das eigentlich notwendig wäre. Obwohl sie in der Regel bessere Schul- und Studienleistungen zeigen und oftmals Erfahrungen vorweisen können, fällt es ihnen schwer ihre Pluspunkte optimal herauszustellen.

Bild: arnd_drifte/photocase.de


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1. Der erste Eindruck zählt!

Unterschätze NIEMALS die Chance des ersten Eindrucks. Gerade als Frau im oft noch männlich dominierten Berufsumfeld hilft uns der Wow!-Effekt: Ein fester Händedruck, eine locker vorgetragene Rede, eine klare Haltung. Damit haben wir oft schon den wichtigsten Schritt getan!

2. Erfolge auflisten!

Was habe ich bis jetzt erreicht? Ich habe gute Noten, wie gut sind diese im Vergleich zu meinen Mitbewerbern? Wo war ich beruflich erfolgreich? Private Erfolge können dazu gehören, wenn sie berufsrelevant sein könnten. Schreibe einfach mal 10 besondere Leistung auf. Kürzen kannst du später immer noch.

3. Eine Rangliste aufstellen!

Welche dieser Erfolge sind besonders relevant für das Jobinterview? Was passt ideal zur Stelle, zum Unternehmen, zur Branche? Der Gehaltscoach Martin Wehrle empfiehlt hier sogar das Führen eines Erfolgstagebuchs

4. Ein Drehbuch schreiben!

Entwirf einen Drehplan von 3 bis 7 Minuten. Wo kannst du kürzen, welche Punkte kannst du ausführlicher benennen? Gibt es vielleicht einen Rahmen, den du deiner Präsentation verleihen kannst? Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Absolventin in einem Training kam aus China und stellte sich folgendermaßen vor: „Ich verstehe mich als Vermittlerin zwischen der deutschen und der chinesischen Kultur.“ Dann erzählte sie von ihrem Studium in Deutschland und ihre Arbeitserfahrungen bei deutschen Unternehmen in China und chinesischen Unternehmen in Deutschland ein. Perfekt!

5. Üben!

Vorm Spiegel, vor Freunden, mit anderen Frauen/Männern im Austausch. Achte unbedingt darauf, dass die Trainingspartner auch (konstruktiv) Kritik üben.

6. Üben!

Einfach jede Gelegenheit nutzen, um sich selbst zu präsentieren. Bei Messen, auf Netzwerk-Veranstaltungen, Business-Events etc. Probe verschiedene Formen: Kurz beim Elevator Pitch, etwas länger beim Small talk, ausführlich bei Podiumsdiskussionen.

7. Auf die Blickrichtung achten!

Lerne, deine Gesprächspartner anzuschauen. In der kleinen Runde beim Vorstellungsgespräch oder auch bei einem Vortrag.

8. Auf die Körpersprache achten!

Gerade sitzen, Kopf, Schultern, Oberkörper gerade halten. Frauen haben hier eher die Tendenz, sich kleiner zu machen, die Beine zu überschlagen, den Oberkörper zu beugen, die Hände zu falten, von unten nach oben zu schauen. Das ist niedlich, aber nicht stark! Wem eine raumgreifende Haltung schwer fällt, sollte sich mal ganz bewusst wie ein „Kerl“ hinsetzen: Beine breit, Füße aufgestellt, Arme aufgestützt – und dann nachhören: Wie fühlt sich das denn an? Ändert sich etwas für mich?

9. Ruhige Hände behalten!

Hier eine gute Mischung zwischen Steifheit und Rumfuchteln zu finden, ist nicht leicht. Ein guter Trick ist es, die Arme anzuwinkeln und sich so Raum für passende Gesten zu schaffen. Wer sehr nervös ist, kann sich etwas zum Festhalten mitnehmen, zum Beispiel einen Stift (besser kein Kugelschreiber oder Filzstift).

10. Zeige Begeisterung!

Wenn du über Projekte sprichst, Erfolge, dein Studium, sollte dein Gegenüber merken, dass du dich dafür begeisterst. Einen schlechten Eindruck hinterlässt es, wenn du neutral über deinen Beruf berichtest und beim Hobby so richtig strahlst und lebendig wirst.

Linktipps:

  1. Immer wenn ich in Vorstellungsgesprächen wie oben genannt besonders selbstbewusst auftrete, laufen die Gespräche negativ. Woran kann das liegen? Schüchtere ich etwa den Interviewer mit meinen Stärken ein?

    • Es kommt sicher auf das Gesamtpaket an. Hast du dir schon mal Feedback zu deiner Wirkung geholt? Manchmal denkt man selbst, selbstbewusst aufzutreten, beim Gegenüber kommt das aber arrogant an oder sehr forsch. Und ja, leider ist es wohl auch so, dass bei Frauen selbstbewusstes Auftreten anders beurteilt wird als bei Männern. Versuch doch mal folgendes: Weich im Ton, hart in der Sache. Dabei kann es schon helfen, zu Beginn etwas konzilianter aufzutreten, ohne inhaltlich weich zu werden. Hier helfen oft Formulierungen wie: „Habe ich das richtig verstanden, dass… An diesem Punkt schlage ich Ihnen etwas anderes vor und zwar…“ Es hilft übrigens auch, solche Situationen mal mit anderen durchzuspielen und sich von jd Dritten Feedback zu holen.

  2. simon hugfeld

    Danke für den tollen Artikel! Wirklich alles zutreffend! Bin auch im Bewerbungsprozess und wurde in bisher allen (!) Bewerbungsgesprächen mit der Aufforderung einer Selbstpräsentation konfrontiert. Mit Übung und genügend Informationen und Recherche ist die Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch auch sehr gut machbar. Vor allem holt man sich durch eine gelungene Selbstpräsentation auch immer einen ordentlichen Schub extra-Selbstvertrauen, wenn es dann zu den (schwierigeren) Fachfragen im späteren Teil des Bewerbungsgesprächs geht.

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