10 Gebote Geld & Gehalt

10 Gebote für den Umgang mit Geld

Stefanie Kühn

Stefanie Kühn

Einer US-Studie zufolge lassen tägliche Geldsorgen den IQ absacken – Gift für die Karriere. Das Gegenmittel hat Stefanie Kühn: Die Autorin von Ratgebern wie „Ein Mann ist kein Vermögen“ berät nicht auf Provisionsbasis, sondern gegen Honorar.

1. Werden Sie erst mal zum Hamster

Wohin mit dem ersten Geld? Weg! Und zwar auf ein Tagesgeldkonto, bis dort drei bis fünf Netto-Monatsgehälter parken. Denn das macht frei: Alltagskatastrophen (kaputte Waschmaschine, verlorene Zahnkrone) zahlen Sie locker aus der Reserve. Auch ein Jobwechsel läuft mit einem solchen Geldpolster viel entspannter.

2. Geben Sie aus, was Sie haben

… und zwar nur das. Denn ein Leben auf Pump macht abhängig. Zwar suggeriert Ihnen jedes Möbelhaus, dass Sie nicht sofort zahlen müssen, und es gäbe auch gar keine Zinsen. Aber das teure Sofa können Sie sich am ersten Abend mit einem Glas Wein ruinieren – die Schulden bleiben.

3. Investieren Sie in Sicherheit

Verursachen Sie einen Unfall, haften Sie. Und zwar unbegrenzt. Doch die kluge Frau sorgt vor: mit einer privaten Haftpflichtversicherung. Und wenn Sie kein großes Vermögen im Rücken haben, denken Sie auch an sich selbst – und eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

4. Setzen Sie lieber auf Kopf als auf Bauch

Klingt schick. Aber was genau würde da mit meinem Geld passieren? Investieren Sie nur in Anlagen, die Sie wirklich verstehen – mit all ihren Risiken. Mit dieser Maxime können Sie sich viele Anlagefehler sparen.

5. Lernen Sie sich reich

Banker beraten Sie gerne –und verdienen verdeckt mit. Bekommen Sie die beste Anlage für Ihr Geld oder das Beste für das Bonuskonto Ihres Finanzberaters? Nur mit einem soliden Grundwissen können Sie die richtigen Fragen stellen. Und in die eigene Tasche wirtschaften.

6. Gehen Sie in den Wald

… statt lauter Bäume zu betrachten. Denn bevor Sie sich um die Details kümmern, brauchen Sie eine Strategie. Und an deren Beginn steht die Frage: Was haben Sie mit Ihrem Geld vor? Eine gute Altersvorsorge oder eine Weltreise?

7. Suchen Sie nach dem Haken

Wo die größte Ausbeute lockt, lauert auch das größte Risiko. Wägen Sie gründlich ab, inwieweit Sie Verluste verschmerzen können. Und für wie lange. Misstrauen Sie allen Renditeversprechen, die Ihnen „ganz sicher 5 Prozent und mehr“ versprechen. Ohne Risiko geht das nicht.

8. Behalten Sie Ihre Kurven im Auge

Die Zeiten, in denen man Aktien kaufen und 30 Jahre liegen lassen konnte, sind lange vorbei. Überprüfen Sie Ihre Geldanlagen immer wieder, stellen Sie gegebenenfalls etwas um. Nur wer am Ball bleibt, macht das Beste aus dem hart verdienten Geld.

9. Nehmen Sie Prozente

Ein Prozent mehr oder weniger Rendite? Das ist kein Pappenstiel. Erst recht, wenn es um langfristige Anlagen geht. Denn wegen des Zinseszinseffektes fällt der vermeintlich kleine Unterschied richtig ins Gewicht.

10. Werden Sie (später) zum Chamäleon

Bonus eingesackt? Kind gekriegt? Plötzlich hartnäckige Eigenheimträume im Kopf? Passen Sie sich an veränderte Lebensumstände an – auch mit Ihrer Anlagestrategie. Etwa indem Sie von langfristig gedachten, risikoreicheren Aktien auf schnell verfügbare Tagesgelder umschichten. Oder umgekehrt.

Buchtipp: Von Stefanie Kühn stammt das Buch Ein Mann ist kein Vermögen. Finanzielle Unabhänigkeit und Sicherheit für Frauen. 2. Auflage 2011, München. ISBN 978-3-8423-4621-5. Euro 14,90.
Trotz des vermeintlich trockenen Thema ein spannendes Buch. Stefanie Kühn geht das Thema Vermögensehr grundsätzlich an und fragt erst einmal nach allen Aspekten des Lebens. Erst dann geht es um Geld und Vermögen. Eine große Stärke der Autorin ist, dass sie der Leserin die Angst nimmt, sich mit dem Thema Geld zu beschäftigen. Wenn man die nämlich verliert, kann es richtig Spaß machen!

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