Intensiver Einstieg
Die Intensität und die vielfältigen Fragestellungen zu Beginn ihres Berufsleben gefielen Martina Samwer, als sie Ende 2002 nach Abschluss ihres VWL-Studiums bei der Strategieberatung Bain & Company startet: „Man arbeitet an immer neuen und häufig sehr spannenden Aufgabenstellungen in unterschiedlichen Branchen und mit zum Teil sehr unterschiedlichen Kunden zusammen. Dazu kommt ein intensiver gedanklicher Austausch mit vielseitig interessierten Kollegen, der weit über berufliche Themen hinaus geht.“ Ursprünglich wollte sie ja in die Entwicklungszusammenarbeit, doch Praktika in der Beratung begeisterten sie für die offene, vielseitige Arbeit im Consulting. Durch einen solchen Einstieg halte man sich alle Optionen offen, findet Martina Samwer, und lege sich gerade zu Beginn nicht auf einen Bereich oder eine Branche fest.
Fokus: Pharma/Medizintechnik
Mit zunehmender Erfahrung wurde sie sich selbst sicherer, in welche Richtung es gehen sollte und schloss eine Promotion über die Gestaltung der gesetzlichen Krankenversicherung aus ökonomischer Sicht an. Mit dem Doktortitel kehrte sie 2007 zu Bain zurück und wurde 2008 Projektleiterin mit dem Fokus auf Pharma/Medizintechnik. „In dieser Zeit hatte ich viel Glück; zum einen wurde mir enorm viel Vertrauen und Freiheit bei der Gestaltung der Projekte geschenkt. Zum anderen konnte ich in drei großen internationalen Projekten über den ‚deutschen Tellerrand‘ hinausschauen.“ Als sie die Reisetätigkeit etwas einschränken will, kommt das Angebot der Schön–Klinik, eine Klinikgruppe in privater Trägerschaft mit Fokus auf Neurologie, Orthopädie und Psychosomatik, – zunächst als stellvertretende kaufmännische Leiterin in München Schwabing zu starten - genau richtig. Nach sechs Monaten übernimmt Martina Samwer nun zu Mitte Oktober die kaufmännische Leitung der Klinik in Berchtesgaden: „Für diese Aufgabe hat mich der Beraterjob fachlich und menschlich fit gemacht.“
Früher Beraterin, heute Leiterin