10 Gebote für die Gehaltsverhandlung
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10 Gebote für die Gehaltsverhandlung

Karrierecoach Martin Wehrle war selbst mal Chef und kennt daher alle Tricks, wie Sie in der Gehaltsverhandlung überzeugen können.

Von Martin Wehrle.

1. Vorbereitung und Rhetorik

Eine gute Vorbereitung ist schon die halbe Miete bei Ihrem Weg zum besseren Gehalt. Setzen Sie sich mit dem Gehaltsniveau in Ihrer Branche auseinander und holen Sie sich Informationen aus Ihrem Netzwerk. Wenn Sie sich unsicher sind, leisten Sie sich ein Training oder einen Coach, denn Körpersprache, Mimik und Stimme sind von entscheidender Bedeutung. Sitzen Sie gerade? Kingt Ihre Stimme fest und selbstbewusst? Frauen haben hier oft Nachholbedarf. 

2. Ziele setzen

Gehen Sie immer mit drei klar definierten Zielen ins Gespräch: einem Maximalziel, bei dem Sie Ihre Forderung zunächst ansetzen, einem Minimalziel, unter das Sie sich nicht drücken lassen, und einem Alternativziel, zum Beispiel eine Prämie oder ein anderer Bestandteil wie Zuschüsse zur Weiterbildung, Gutscheine. Diese Trümpfe nutzen Sie, wenn sich die Verhandlungen festgefahren haben.

3. Eigenlob nutzt

Machen Sie sich bewusst, was Sie leisten, wo und wie viel das Unternehmen von Ihnen profitiert. Lernen Sie, (falsche weibliche) Bescheidenheit abzulegen und für sich zu trommeln. Denn es gilt die Regel: 90 Prozent Ihres (Gehalts-) Erfolgs hängen davon ab, wie Sie Ihre Leistung verkaufen und wie gut Sie mit Entscheidungsträgern im Unternehmen vernetzt sind. 

4. Einen guten Zeitpunkt wählen

Nicht jeder Zeitpunkt ist günstig für eine Verhandlung. Wenn aber die Quartalszahlen herausgekommen sind – und Sie einen Anteil daran geleistet haben, können Sie getrost einen Termin ausmachen. 

5. Verschwiegen sein

Dass Sie vorhaben, Ihr Gehalt zu verhandeln, geht niemanden etwas an. Weder Ihre Chefin noch Ihre Kollegen. 

6. Die Perspektive wechseln

Wechseln Sie die Perspektive und versetzen Sie sich in die Lage Ihres Chefs. Welche Argumente könnte er gegen Ihr Anliegen vorbringen? Was für ein Typ ist er? Ängstlich, fair, hart, angestellter Vorgesetzter oder der Eigentümer selbst? Je nach Cheftyp müssen Sie Ihre Strategie anders planen. 

7. Das geschriebene Wort gilt

Verlangen Sie, dass Versprechen schriftlich fixiert werden. "Nach der Probezeit gibt es mehr!" Prima, das lässt sich gleich im Arbeitsvertrag festhalten. Zur Not verfassen Sie ein Protokoll des Gesprächs mit Ihren Vereinbarungen. 

8. Der Einstieg ist wichtig

Das Anfangsgehalt bedeutet eine wichtige Größe, denn bereits hier schreiben sich Unterschiede im Gehalt fest. Daher sollten Sie dieses besonders gut verhandeln. Pokern Sie lieber und lassen Sie sich nicht verunsichern.

9. Größe zahlt sich aus

Je größer das Unternehmen, desto höher steigt in der Regel auch das Gehaltsgefüge. Und meistens kommt noch die ein oder andere Zusatzleistung hinzu. Aber gerade in kleineren Unternehmen können Sie Ihren Wert zeigen und sich unentbehrlich machen – ein wichtiges Argument für die Verhandlung.

10. Mut zum Wechseln

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie nicht weiterkommen und Ihre Leistung nicht anerkannt wird, wechseln Sie. Dann ist sowieso die größte Steigerung drin (um 20 bis 25 Prozent).

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